Sonntag, 24. September 2017

Kurzrezension: "Herzfischen" von Britta Sabbag & Maite Kelly

In ihrem Leben läuft es nicht so und nun möchte sie auch noch das Café ihres Onkels retten. Dafür sucht sie sich die perfekten Männer auf einer Partnerschaftsseite. Dumm nur, dass sie dabei selbst jemandem ins Netz geht...

Allgemeine Infos:
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: nein
Originaltitel: Herzfischen
Erscheinungsdatum: 08.10.2015
Seitenzahl: 285
ISBN: 9783732505203


Klappentext:
Der ehemalige Kinderstar Josy kommt im Alltag nur schwer zurecht. Als dann das Café ihres geliebten Patenonkels Hugo vor dem Ruin steht, hat sie eine nicht ganz so legale Idee: Sie fischt flirtwillige Männer aus dem Meer der Partnerschaftsseiten im Internet, deren Herzen und Geldbeutel weit offenstehen. Doch einer ihrer ausgenommenen Fische engagiert eine Online-Security-Agentur, und so ist ihr bald der ehrgeizige Simon auf der Spur. Simon und Josefine werfen nun beide ihre Köder aus - doch was passiert, wenn gleich zwei Herzen im Netz landen?

Meine Meinung:
Der Klappentext verspricht ein lustiges Buch mit Liebe drin. Und genau das hält diese Geschichte auch für uns bereit.
Wir lernen Josy kennen, die es im Leben gerade nicht so leicht hat, denn arbeitslos wie sie ist, kann sie nicht so richtig Fuß fassen. Als dann auch noch ihrem Onkel die Pleite droht, möchte sie etwas unternehmen. Schon länger ist sie immerhin auf der Partnerschaftsseite unterwegs und warum nicht einfach mal deren Geld holen?
Simon lernen wir ebenfalls recht zu Anfang kennen, denn sie erzählen immer abwechselnd ihre Geschichte. Lustig wird es, als sie auch im wahren Leben zum ersten Mal aufeinander treffen und sich eigentlich gar nicht ausstehen können.
Durch die beiden Perspektiven bekommen wir ein ganz gutes Bild von Simon und Josy und natürlich auch, wie sie sich kennen lernen und wie sie über den anderen denken. Das hat mir echt gut gefallen und vor allem den Chat der Beiden fand ich schön. Sie waren in diesen Momenten beide einfach so offen und ehrlich.
Gerade zum Ende hin ist die Geschichte nochmal etwas ernster geworden, was ich so anfangs nicht vermutet hätte. Ein guter Abschluss der (Liebes-)Geschichte, wie ich ihn so nicht unbedingt erwartet hätte.

Insgesamt ist es eine lustige Liebesgeschichte, die doch stellenweise mehr Hintergrund hatte, als ich anfangs dachte. Dennoch war es für mich ein eher kurzweiliger, aber unterhaltsamer Lesespaß.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der eine lustige, leichte Liebesgeschichte sucht.

Samstag, 23. September 2017

Hörbuchrezension: "Der Sarg" von Arno Strobel

Lebendig begraben - ein Albtraum einer jungen Frau. 
Gleichzeitig werden Frauen genauso ermordet...

Allgemeine Infos:
Verlag: Argon Verlag
Sprecher: Nicole Engeln
Reihe: nein
Originaltitel: Der Sarg
Erscheinungsdatum: 27.11.2014
Laufzeit: 464 Minuten
ISBN: 9783839892275


Klappentext:
Stell dir vor, du liegst in einem Sarg. Und niemand hört dich schreien.
Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch sobald ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat eine junge Frau einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf, sie ist gefangen, hilflos, panisch. Sie kämpft, will sich befreien und liegt irgendwann einfach wieder in ihrem Bett. Als sei nichts geschehen. Doch da sind Blutergüsse und Kratzspuren an ihren Händen, Armen und Beinen ...


Meine Meinung:
Nicole Engeln hat ja schon mein letztes Hörbuch "Totenzeichner" gelesen, doch dieses Mal fand ich sie viel besser als Sprecherin. Dieses Mal konnte ich die Dialoge gut unterscheiden und sie hat einfach so unglaublich spannend und fesselnd erzählt, dass ich einfach weiter hören musste.
Aber auch die Geschichte konnte mich durch ihre Grundidee und durch Spannung von sich überzeugen.
Dieses Mal gab es für mein Empfinden relativ viele Personen, zu denen man aber recht bald einen Bezug hatte und sie auch auseinander halten konnte. Stark im Gedächtnis bleiben einem dabei Eva, die Frau mit den Albträumen, und der Ermittler Bernd. Beide fand ich gut ausgearbeitet und haben mir in ihrer Rolle gefallen.
Gerade hinter Eva steckt viel Detail, denn sie ist die Hauptperson des Ganzen. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und habe ihre Albtraume auch mitverfolgen können. Und die kamen einem echt real vor.
Besonders zum Ende hin zieht die Geschichte nochmal richtig an mit viel Dynamik und Spannung. Es bildet einen guten, runden Abschluss für die Geschichte und eine echt gelungene Auflösung. Einen klitzekleinen Verdacht in diese Richtung hatte ich schon, aber trotzdem hat es mich überraschen können.

Mein zweiter Thriller von Arno Strobel und wieder konnte er mich mit seiner Geschichte und der Spannung begeistern. Ein ungewöhnlicher Fall mit einer echt guten Auflösung und einigen Stolpersteinen. Vor allem die Sprecherin hat für mich das Hörbuch ausgemacht und die Geschichte damit nochmal verbessert.
Ein Tipp für jeden Thriller-Fan!

Samstag, 16. September 2017

Kurzrezension: "Silber - Das dritte Buch der Träume" von Kerstin Gier

Der Abschluss der Silber-Trilogie: In der Traumwelt läuft es nicht mit rechten Dingen und auch in der Realität geht es turbulent zu...

Allgemeine Infos:
Verlag: Fischer
Reihe: Teil 3 von 3
Originaltitel: Silber - Das dritte Buch der Träume
Erscheinungsdatum: 08.10.2015
Seitenzahl: 464
ISBN: 9783841421685


Klappentext:
Es ist März, in London steht der Frühling vor der Tür – und Liv Silber vor drei Problemen. Erstens: Sie hat Henry angelogen. Zweitens: Die Sache mit den Träumen wird immer gefährlicher. Arthur hat Geheimnisse der Traumwelt ergründet, durch die er unfassbares Unheil anrichten kann. Er muss unbedingt aufgehalten werden. Drittens: Livs Mutter Ann und Graysons Vater Ernest wollen im Juni heiraten. Und das böse Bocker, die Großmutter von Grayson, hat für die Hochzeit ihres Sohnes große Pläne, allerdings ganz andere als die Braut.
Liv hat wirklich alle Hände voll zu tun, um die drohenden Katastrophen abzuwenden …

Meine Meinung:
Dieses Mal bin ich deutlich besser in die Geschichte rein gekommen, da sich das Geschehen nur kurz nach dem Ende des zweiten Teils abspielt.
Im Verhältnis zum zweiten Teil war die Geschichte dieses Mal direkt spannender und dramatischer und konnte mich einfach mehr packen.
Mein großer Kritikpunkt ist aber irgendwie das Ende, das mich etwas unentschlossen zurück lässt, wie ich das Buch letztendlich bewerten soll. Es gab eine Auflösung, die zwar Sinn ergibt, mir aber von den Beweggründen her etwas zu kindisch und simpel war. Ich kann es auf jeden Fall nachvollziehen, aber deswegen das Ganze?
Außerdem bleibt für mich der Knackpunkt aus Teil zwei und drei ohne Erklärung. Arthur treibt seine Machenschaften und es gibt keine wirkliche Erklärung dafür. Bzw die, die es gibt, genügt mir so nicht.
Man muss dazu sagen, dass es insgesamt keine großen Erklärungen rund um die Traumwelt gibt, sie ist einfach da und niemand weiß warum. Aber das ist okay. Damit kann ich leben, denn wer weiß denn nicht, ob es das wirklich so gibt. In so fern kann ich mir auch gut vorstellen, dass jemand da ein Schlupfloch für Bösartigkeiten findet. Aber trotzdem bin ich damit einfach nicht ganz glücklich.
Jedoch wird endlich das große Geheimnis gelüftet und wir erfahren, wer Secrecy ist. Das fand ich ziemlich genial gemacht und auch wie sie versucht haben, das herauszufinden.

Insgesamt mochte ich die Silber-Trilogie. Ich mag das Thema der Träume einfach super gerne und deshalb konnten die Grundidee und das Drumherum bei mir einfach direkt punkten. Auch der Verlauf der Geschichte hat mir soweit ganz gut gefallen. Dennoch fehlt es manchmal an Spannung bzw im letzten Teil vor allem an mehr Hintergrundinfos.
Insgesamt hat mir der Abschluss der Reihe zwar gut gefallen, aber leider auch nicht ganz viel mehr. Es fehlen mir einfach ein paar Informationen und somit bleibt es unter dem Anfangsteil, aber dennoch besser als der zweite Teil. Also eigentlich eine 3,5/5-Bewertung.